Ziele und Aufgaben
WIRTSCHAFT VERSTEHEN UND WIRTSCHAFTLICH HANDELN KÖNNEN
Die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung verstehen die Ökonomische Bildung als ganzheitlichen und unverzichtbaren Teil der Allgemeinen Bildung. Zugleich erkennen sie im Bereich der Wirtschaft ein zentrales Interaktionsfeld menschlichen Zusammenlebens, das im Besuch der Bildungsinstitutionen entsprechend der Vorbereitung für das Leben ausreichend Beachtung finden muss.
Als letztes Ziel allen unterrichtlichen Handelns auch und gerade im Unterrichten von wirtschaftlichen Inhalten wird Eigenständigkeit, Mündigkeit, Urteilsfähigkeit und Handlungsfähigkeit angestrebt. Nicht das bloße Funktionieren im Sozialen System, schon gar nicht die Abrichtung für eine Verwertbarkeit als Mitglieder einer Ökonomie oder eines Betriebes ist das Ziel einer Erziehung mit wirtschaftlichen Inhalten. Eine verkürzte Orientierung auf Qualifikation auf Handeln in wirtschaftlichen Transaktionen oder ökonomische Kompetenz genügt daher nicht.
Ein so umfassender Anspruch in der Erziehung, der die individuelle Entwicklung gleichrangig neben die soziale Einbindung stellt, kann nach Überzeugung der Fachdidaktiker nur im Rahmen eines eigenständigen Faches umgesetzt werden. Für dieses müssen auch an allgemeinbildenden Schulen fachlich umfassend ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung stehen.
Der Vorstand
Dirk Loerwald
Universität Oldenburg
Institut für Ökonomische Bildung
Bismarckstraße 31
26122 Oldenburg
Germany
Nils Goldschmidt
Universität Siegen
Zentrum für ökonomische Bildung in Siegen
Kohlbettstraße 17
57068 Siegen
Germany
Tim Kaiser
RPTU Kaiserslautern-Landau
Institut für Sozialwissenschaften Abteilung Wirtschaftswissenschaft
August-Croissant-Str. 5
76829 Landau
Germany
Vera Kirchner
Universität Potsdam
Fach Wirtschaft - Arbeit - Technik (WAT)
Karl-Liebknecht-Straße 24-25
14476 Potsdam
Germany
Franziska Birke
Pädagogische Hochschule Freiburg
Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik (IBW)
Kunzenweg 21
79117 Freiburg
Germany
Mitglieder
Unsere Fachgesellschaft ist die älteste und größte Vereinigung ihrer Art und hat aktuell ca. 180 Mitglieder. Die meisten Mitglieder sind im Bereich der ökonomischen Bildung an Hochschulen hauptamlich tätige Wirtschaftsdidaktiker, Wirtschaftswissenschaftler, aber auch Fachdidaktiker für Integrationsfächer wie Sozialwissenschaften und Arbeitslehre. Neben jenen an der Hochschule tätigen Mitgliedern gibt es weitere Mitglieder, die die ökonomische Bildung institutionell und inhaltlich fördern wollen.
Satzung
Die Ziele der DEGÖB sind in der Satzung festgeschrieben, dazu gehören vor allem die Förderung der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Entwicklung ökonomischer Bildung in Forschung und Lehre, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Wirtschaftsdidaktik, die Verankerung und Ausbau der Fachdidaktik sowie der ökonomischen Bildung in Hochschule, Schule und Weiterbildung sowie in der beruflichen Praxis und der Öffentlichkeit, insbesondere die Etablierung eines eigenständigen Schulfaches Wirtschaft in allgemein bildenden Schulen.